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Fragen zum digitalen Fernsehen

 

1. Was ist Digitalfernsehen (DVB)?

DVB ist die Abkürzung für Digital Video Broadcasting (englisch für digitale Fernsehübertragung).
DVB beinhaltet verschiedene Normen zur Übertragung digitaler Inhalte. Neben den Ton- und Bilddaten werden Signale mitgeschickt, die eine Fülle an Zusatzinformationen enthalten wie z.B. Mehrkanalton, Raumklang, elektronische Programmzeitschriften, Teletext oder Hintergrundinformationen zu einer laufenden Sendung.

Die DVB-Normen werden nach den Übertragungswegen und -arten eingeteilt:
- DVB-S (Digital Video Broadcasting - Satellite) für die Übertragung durch Satelliten,
- DVB-T (Digital Video Broadcasting -Terrestial) für die Übertragung durch terrestrische Sender.
- DVB-C (Digital Video Broadcasting - Cable) für die Übertragung über Kabelnetze.


2. Warum Digitalfernsehen?

Bei allen Übertragungswegen, ob per Satellit, Kabel oder terrestrischen Sendern, ist die Übertragungskapazität begrenzt und teuer. DVB sorgt dafür, dass vier bis acht digitale Fernsehprogramme in einem herkömmlichen, analogen Fernsehkanal Platz finden.
So erhöht DVB die Programmauswahl für den Zuschauer und senkt gleichzeitig die Verbreitungskosten für den Rundfunkanbieter.

Zusätzliche Dienste und Informationen
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Sie durch die digitale Technik auch weitere Dienste und Informationen zusätzlich zum Fernseh- und Hörfunkprogramm empfangen können. Dazu gehören:
- Teletext,
- elektronische Programmführer,
- Raumklang (z.B. Dolby Digital),
- Mehrkanalton,
- Filme auf Abruf (Pay per view),
- Abonnenten- bzw. Bezahlfernsehen (Pay-TV),

Beste Bild- und Tonqualität
Die Übertragung der Bild- und Tonformate erfolgt im MPEG-2-Format, das auch für Filme auf DVD verwendet wird.

3. Wie kann ich DVB im Kabel empfangen?


Um digitale Programme (DVB) empfangen zu können, benötigen Sie ein Fernsehgerät mit eingebautem Empfangsmodul oder einen zusätzlichen Digital Receiver (Set-Top-Box).
Ein Digital Receiver ist ein Zusatzempfänger der zwischen Kabelanschluss und das vorhandene Fernsehgerät geschaltet wird. Er empfängt die digitalen Daten, decodiert sie und gibt ein normales Fernsehsignal an das vorhandene Gerät weiter.

Anschlussempfehlung

4. Worauf muss ich beim Kauf eines Digital Receivers (Set-Top-Box) achten?


Achten Sie darauf, dass der Digital Receiver zu Ihrem Anschluss daheim passt. DVB-C ist richtig, wenn Sie einen Kabelanschluss haben.

Die Smartcard sollte sich bequem von vorne einstecken lassen, damit Sie den Digital Receiver nicht erst aus dem Regal nehmen müssen, um die Smartcard zu ziehen.

Der Digital Receiver sollte über eine funktionierende Update-Funktion verfügen. Nur dann kann die Software vom Hersteller aktualisiert werden.

Heimkino-Fans legen großen Wert auf einen Digitalton-Ausgang, in Form einer Cinch-Buchse (elektrisch) oder in Form eines optischen Ausgangs, den man an der Schutzkappe auf dem Ausgang erkennt.

Der Digital Receiver sollte mindestens mit zwei Scart-Buchsen ausgestattet sein damit Sie TV-Gerät und Videorecorder gleichzeitig anschließen können.

Wenn Sie Premiere sehen möchten, ist es wichtig, dass das Gerät mit dem Zertifikat „geeignet für Premiere" versehen ist.

5. Wozu benötige ich eine Smartcard?


Mit Hilfe einer Smartcard können Sie verschlüsselt ausgestrahlte Programme entschlüsseln.
Meist geht es dabei um kostenpflichtige Inhalte – wie etwa bei dem Programmangebot von
Premiere : Nur wer für das Programm zahlt, kann die Sendungen sehen.

Um verschlüsselte Programme empfangen zu können, benötigen Sie in jedem Fall einen Digital-Receiver (Set-Top-Box) als Empfangsgerät, der über die entsprechende Entschlüsselungssoftware verfügt, und eine sogenannte Smartcard, die eine Entschlüsselung vornimmt.

Schließt ein Zuschauer zum Beispiel ein Abo bei Premiere ab, erhält er eine entsprechende Smartcard. Ähnlich verfahren Kabelnetzbetreiber, wenn ein Zuschauer eines oder mehrere der angebotenen Programmpakete empfangen will.

6. Was ist ein EPG (Electronic Program Guide)?


Ein Vorteil der digitalen Technik ist, dass Zusatzinformationen zu jedem Programm ausgesendet werden. Aktuelle Digital Receiver werten diese Informationen aus und stellen sie in einer elektronischen Programmzeitschrift zusammen.
So bekommen Sie schnell einen Überblick, welche Nachrichten z.B. in der nächsten Stunde gesendet werden. EPGs lassen sich sogar so programmieren, dass Sie an bestimmte Sendungen erinnert werden. Ebenfalls können passende Videorecorder angesprochen werden und Sendungen aufnehmen.